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Publikum und Kunst verbinden |
| Schwabachs Sozialdemokraten verleihen heuer Kulturpreis an Walter Plötz |
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SCHWABACH - Die Kunst steht für ihn über allem. Das sagt Walter Plötz selbst über sich. Der einstige Mitorganisator von großen Musikfestivals auf dem Nürnberger Zeppelinfeld will vor allem die Hemmschwelle zwischen Kunst und Publikum überwinden. Das hat er erreicht, indem er bei der Schwabacher Biennale »Ortung» den Publikumspreis eingeführt hat. Seine Verdienste um die Annäherung von Kunst und Publikum würdigt die SPD Schwabach dieses Jahr mit ihrem Kulturpreis »Heimatnah und grenzenlos».
Seit 1996 verleiht die SPD Schwabach alle zwei Jahre diesen Kulturpreis an Kulturschaffende und Kulturunterstützende, die Traditionen pflegen und dennoch Grenzen überschreiten. Die bisherigen Preisträger sind Carmen Wolfrum mit ihrer Tanzgruppe Tarantella (1996), Ruth Bloß mit der Schwabacher Marionettenbühne (1998), Karl Horst Wendisch und Rudi Nobis, die Organisatoren des Schwabacher Bürgerfestes (2000), Kirchenmusikdirektor Klaus Peschik (2000), der Historiker Eugen Schöler (2004), Roland Laschinger und der Kunsthausverein Schwabach (2006) sowie der Bereich Musik/Theater am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium im Jahr 2008.
Das Publikum einbinden
Dieses Jahr geht der Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist und von MdB Martin Burkert gestiftet wird, an den Kunstförderer Walter Plötz. Seine Idee für einen Ortung-Publikumspreis hatte Plötz bei der ersten Kunstausstellung, als im Hinterhof der Catering-Unternehmerin Karin Wittenstein Jochen Lebert seine goldenen »Schatzhäuser» ausgestellt hatte. Plötz wollte mit dem Preis zur Auseinandersetzung des Publikums mit Kunst beitragen, die Besucher wurden aufgefordert, durch ihre Wahl des Publikumspreises aktiv mitzuwirken. »Hemmschwellen überwinden und an die Kunst heranführen» wollte Plötz die Besucher – und erreichte es: Der Publikumspreis, der bereits dreimal verliehen wurde, bindet die Besucher in die Preisfindung ein, lässt sie teilhaben am Kunstgeschehen in ihrer Stadt.
Plötz selbst blieb dabei zurückhaltend: Für ihn zähle allein, »wenn das Gefühl aufkommt, Freude zu bereiten.»
Der Preis »Heimatnah und grenzenlos» wird am Freitag, 16. April, 19 Uhr, im Neubau des Stadtmuseums verliehen. Die Laudatio hält der Stifter MdB Martin Burkert. Musikalisch umrahmt wird die öffentliche Preisverleihung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, von den beiden Jazzmusikern Andreas Feith und Michele Grifone. |
| 20.3.2010 |
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